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Titel
Subhead Portrait
Bild 2
Bild 1 (aus der Geschichte "Donald Becomes a Flippist" W/WDC 149 A, bzw. MM 2/54, "Wappen oder Zahl")

Gore in the Gully!* Begeistert von der Aussicht, den neuesten Kino-Thriller sehen zu können, stürmen 1953 drei kleine temperamentvolle Entenmädchen in das Universum von Carl Barks und sind seither nicht mehr daraus wegzudenken.

Die Mädchen erzählen uns eine Menge über die Beziehung der realen Welt zur Comic-Welt der Enten, denn manchmal bedienen sie jedes nur denkbare weibliche Klischee und manchmal setzen sie sich unbekümmert über jegliches Stereotyp hinweg. Wir datieren ihren Geburtstag auf den Tag, an dem "Unca Carl" das Trio zum ersten Mal einsetzte. Carl Barks nannte die Racker April, May und June, in Deutschland sind sie als Dicky, Dacky und Ducky bekannt. In Wahrheit basiert die Idee zu ihnen auf einer sehr viel früher auftauchenden, einzelnen Nichte, die 1941 in Zeitungs-Strips auftauchte.

Bild 2
Bild 2 (aus KF 11-13-41 D)

Aber Dottie, wie sie damals hieß, gab bereits den richtigen Ton vor. Einerseits war sie auf Anhieb der Schwarm von Tick, Trick und Track und sorgte für erste Eifersüchteleien. Andererseits war sie ein raffiniertes kleines Biest, das es genoß, die drei Brüder in größte Verlegenheit zu bringen.
Aber springen wir wieder vor zu den fünfziger Jahren. Nach ihrem Debüt verschwanden die drei Mädels erst mal wieder eine lange Zeit in der Versenkung, ja sie erhielten nicht einmal eigene Vornamen. Es hat fast den Anschein, als hätten sich in den traurig-sexistischen Zeiten von damals die Künstler davor gedrückt, solch aufmüpfige weibliche Wesen in den Blickpunkt zu rücken. Als sie dann endlich zurück durften nach Entenhausen, hatte man eine geniale Lösung gefunden: Sie waren ganz einfach zu netten, braven, kleinen Mädchen verbogen worden. In den Geschichten aus den frühen sechziger Jahren drehte sich das Interesse des Trios um die traditionsgemäß weiblichen Beschäftigungen wie mit Puppen spielen und sich hübsch ankleiden.

Bild 3
Bild 3 (Aus der Geschichte "The Course in Confusion, in Dell Giant" Nr.35 von 1960)

Dennoch, ihr munterer und leicht durchtriebener Charakter ließ sich auf Dauer nicht verleugnen und sie begannen der frühen Dottie zu ähneln, ihre neuen Persönlichkeiten scheinen jedenfalls stark von ihr geprägt. Als Schlüsselgeschichte gilt die 1960 erschienene Episode "The Course in Confusion", in der erst einmal eine Nichte auftaucht die sehr an Dottie aus 1941 erinnert.

Bild 4
Bild 4 (aus der Geschichte "Aufstieg zur Teufelszacke"
in Micky Maus Nr. 10/1988)

Wie ging es von dort aus weiter? Dicky, Dacky und Ducky tauchten in den 70er und 80er Jahren immer wieder auf, und im Laufe der Zeit schüttelten sie immer mehr die ihnen angehefteten altmodischen Klischees ab. Einerseits blieben sie zwar eindeutig kleine Mädchen, andererseits traten auch sie den Pfadfindern bei und zeigten ihren Vettern ein um’s andere Mal clever, mutig und entschlossen, was eine Harke ist. Und seitdem das putzige Trio nicht mehr so ganz angepasst ist, hat es ausgesprochen viel mehr Spaß.

Bild 5 (aus der Geschichte "Girls just want to have fun", D-2002-124,
in Deutschland bislang noch nicht erschienen.)

Und um diesen Spaß geht es in der Geburtstagsgeschichte, die nicht zufällig "Girls just want to have fun" heißt. Erdacht wurde sie von Pat und Carol McGreal, gezeichnet von Paco Rodriguez. Dicky, Dacky und Ducky wollen sich vergeblich vor einem langweiligen Geburtstagskaffeekränzchen drücken, und da kommen ihnen Tick, Trick und Track gerade recht...
Ein genauer Termin steht noch nicht fest, aber die Geschichte soll noch in diesem Jahr in der "Micky Maus" erscheinen.

Stand Februar 2003
*(i. d. dt. Übers. Das Blutbad von Bilbao!) Top

 

 

 

B. Beutelschneider
José Carioca
Dagobert Duck
Dicky, Dacky, Ducky
Donny Duck
Dussel Duck
Daniel Düsentrieb
Ede (Der böse Wolf)
Gamma
Franz Gans
Goofy
Gustav Gans
Klein Adlerauge
Der kleine böse Wolf
Rudi Ross
Mack und Muck
Madam Mim
Schwarze Phantom
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