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1 (aus den Strips "If I had a hammer" vom 4.
April 1938 und "Donald‘s Cousin Gus" vom
9. Mai 1938, beide von Bob Karp und Al Taliaferro.) |
Denn Franz Gans, im Original Gus Goose, feierte sein Debüt
im Hintergrund eines alltäglichen Donald-Strips von Bob
Karp und Al Taliaferro. Und dann auch noch bescheiden auf
einem Bild, das Donald an eine Wand nageln wollte. Der Vogel
sah wirklich nicht so aus, als würde er jemals wiederkehren.
Aber dieser Schein sollte trügen. Schon am 9. Mai tauchte
Franz Gans vor Donalds Wohnung auf und begann, sich als sehr
eigenwillige Persönlichkeit in Entenhausen zu etablieren.
Aber Halt! Wir greifen der Geschichte zu weit vor.
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2 (Frühe Charakter-Studien aus 1937) |
Franz Gans mag 1938 geboren sein, aber ausgebrütet wurde
er schon 1937. Und zwar als Carl Barks und Jack Hannah, die
Story-Schreiber für die Zeichentrickfilme von Donald
Duck, zum ersten Mal auf die Idee kamen, Donald einen Cousin
zur Seite zu stellen. Sie wußten, dass eine kindische
Gans vom Land mit einem Haufen schlechter Eigenschaften bestens
dazu geeignet wäre, Donald von der Rolle zu bringen.
Aber sie hatten noch keinen Schimmer, wie diese Gans aussehen
sollte. Eine afro-amerikanische Gans, ein Düsentrieb-ähnliches
Federvieh und eine Dussel Duck-Variante (lange bevor die beiden
letzten überhaupt erfunden waren) wurden verworfen, bevor
der "wahre" Franz schlüpfte.
Das Debüt von Franz Gans war eigentlich für den
Cartoon "Interior Decorators" geplant, doch dieser
Film wurde auf Eis gelegt. Franz musste also bis 1939 warten,
und das Filmplakat zu seinem ersten Auftritt sehen Sie hier
oben. Als der Film erschien, gehörte unser Landei bereits
zum festen Inventar der Zeitungs-Strips.
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3 (Filmplakat für "Donald’s Cousin Gus",
1939) |
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4 (Aus der ersten Geschichte die Carl Barks 1950 über
Oma Duck und Franz Gans als Knecht auf ihrem Hof schrieb.) |
In den frühen Donald-Comics wurde Franz Gans ländliche
Herkunft aufgerollt. Sie zeigten auch Seiten von ihm, die
später verschwanden. Man sah ihn als Bauer auf seinem
eigenen Hof und einmal sogar, als er ein verliebtes Auge auf
Daisy warf! Doch der Character war schon ziemlich rund, als
Carl Barks die erste Geschichte über ihn als neuer Knecht
auf dem Hof von Oma Duck zeichnete. (Siehe Abb. 4)
Ein ungleicheres Paar lässt sich wohl kaum vorstellen.
Franz Gans als Oma Ducks Farm-Hilfe symbolisiert ein kindlich
gebliebenes Wesen das nur ein Streben nach den einfachen Genüssen
des Lebens kennt: nach gutem Essen, Schlaf und Freundschaft
zu Tieren. Die strenge Seite in Oma Duck würde ihn des
öfteren am liebsten auf der Stelle feuern, aber die gütige
Seite in ihr zeigt Verständnis für seine Bedürfnisse
und behandelt ihn als das was er ist: ein zu groß geratenes
Kind.
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5 (Aus der Geschichte D 97058 "Guzzler Gus",
nachzulesen in Micky Maus-Magazin Nr. 37/1998) |
Man sollte sich von Gustavs kindlicher Einfalt nicht täuschen
lassen, denn dumm ist er keineswegs. Auf der Suche nach Befriedigung
seiner elementaren Bedürfnisse legt er eine geradezu
gerissene Bauernschläue an den Tag.
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6 (Aus der Geschichte D 2002-074 "Ein schönes
Geschenk", nachzulesen in Micky Maus-Magazin 16/2003
) |
In der ersten April-Woche feiert Franz Gans also seinen
65. Geburtstag, und wir feiern ihn mit einer besonderen Jubiläumsgeschichte
von Lars Jensen und Marsal. In "Ein schönes Geschenk"
hat unser Franz auch Geburtstag – und die jähe
Erkenntnis, er könne eine echte Belastung für Oma
Duck sein. Er beschließt, ein besserer Knecht zu werden
– doch das Schicksal stemmt sich vehement gegen seine
guten Absichten. Oma Duck z. B. will nicht, dass er an seinem
Ehrentag arbeitet, und seine Familie und Freunde schenken
ihm gedankenlos lauter Dinge, die seiner Faulheit Vorschub
leisten. Armer Franz...
Stand März 2003
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