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Daniel Branca




Dieser großartige Künstler verstarb am 28. Januar 2005 im Alter von nur 53 Jahren in Buenos Aires. Seine wunderbaren Arbeiten werden ihn für alle Zeit unvergesslich machen.

Das nachfolgende Portrait stammt aus dem Jahre 2003.

Porträit

Es ist kein Zufall, dass viele Menschen Brancas Disney-Artwork mit "echter" Kunst vergleichen. Er ist nämlich auch ein ziemlich bekannter Maler, dessen Bilder mehrmals pro Jahr in Kunstausstellungen zu sehen sind.
Daniel Branca wurde im Dezember 1951 in Buenos Aires geboren. Schon mit vier Jahren zeigte sich seine Begabung, denn er zeichnete Gabeln und Messer und einfach alles, was ihn so an Dingen des täglichen Lebens umgab. Es gefiel ihm auch Disney-Figuren zu zeichnen. Aber zu behaupten, sein lang gehegter Lebenstraum wäre in Erfüllung gegangen, als er begann für Egmont Entengeschichten zu zeichnen, wäre stark übertrieben. Das war eher Zufall.

Bild 1
Bild 1 ( Aus der Geschichte "Achtung Kamera!" (D 96105), nachzulesen in Micky Maus Nr. 16/1997 )

Mit 16 Jahren hatte er seinen ersten Job als Grafiker und Animations-Designer in einer Werbeagentur. In den folgenden Jahren arbeitete er auch für eine lokale TV-Station und zeichnete Comic-Geschichten für Grundschulmaterialien.

1976 siedelte er aus Argentinien nach Barcelona über und heuerte beim Großverlag Brugueara an. Doch dort durfte er anfangs nur für Malbücher zeichnen, die wirklich interessanten Jobs – wie Comics zeichnen – waren erfahreneren Zeichnern vorbehalten.

Nicht zuletzt deshalb wechselte er 1977 zu Bardon Art, wo seine Zusammenarbeit mit Egmont begann. In den Jahren 1982 bis 1984 nahm er eine "Auszeit" von den Enten, und studierte Kunst und Malerei in Paris, wo er auch einige Ausstellungen hatte. Seine Motive basieren meist auf christlicher Ikonografie und Symbolismus, den Stil könnte man mit Konstruktivismus oder Kubismus beschreiben. Der Unterschied zu Entenhausen könnte nicht größer sein!

Im Jahre 1984 zog er nach Mallorca und setzte seine Arbeit an den Enten fort. Doch nebenbei malte er immer weiter, und stellte seine Arbeiten in den dortigen Galerien aus.

Bild 2
Bild 2 (Aus der Geschichte "Pass auf!" ( D 97456), nachzulesen in Micky Maus Nr. 41/1999.)

1955 zog es ihn wieder heim nach Buenos Aires, wo er bis heute seine Arbeit für Egmont fortsetzt, aber auch neue Talente unterrichtet. Zwei seiner Schüler, José Massaroli und Wanda Gattino, arbeiten bereits für ECN – ganz in der guten Tradition Daniel Brancas.

Branca ist mit seinen Ölbildern ziemlich ausgelastet, Disney-Comics zu zeichnen bedeutet heute für ihn, ein gute Zeit zu haben: Spaß und Entspannung. Wenn er ein neues Manuskript aus Kopenhagen bekommt, liest er es einmal durch – und fängt sofort an, Seite für Seite zu zeichnen. Er hält sich gar nicht erst mit Skribbeln auf, um keine Spontaneität zu verlieren. Er gibt auch ganz vergnügt zu, sich nicht gerade sorgsam an das Manuskript zu halten. Er meditiert auch nicht lange über den Figuren oder Situationen – sie scheinen aus seinem Zeichenstift direkt in ihr eigenes Leben zu springen.
Manchmal jedoch, wenn ihm etwas nicht so ganz perfekt gelungen scheint, geht er zurück und zeichnet hier und da noch etwas dazu oder korrigiert etwas. Wie zum Beispiel in der Halloween-Geschichte "In der Monsterschule". Dort ging er immer wieder über die Monster, um sie auch recht gruselig aussehen zu lassen.

Bild 3
Bild 3 (Aus der Geschichte "Die Monsterschule" (D 2000-115), nachzulesen in Micky Maus Nr. 44/2002.)

Brancas Lieblings-Charakter ist Dagobert Duck, und er mag vor allem die Geschichten, die von Dagoberts Gier vorangetrieben werden. Doch gleich sein zweiter Favorit ist Gundel Gaukeley – sie habe ein hohes Potential, meint er, und zeige als einziger weiblicher Disney-Charakter einen Hauch von Sinnlichkeit!
Aus all den Jahren, in denen Branca Disney-Geschichten gezeichnet hat, blieben ihm viele besonders gute und schöne in Erinnerung. Seine absoluten Lieblinge sind aber genau die, die von denen wir hier Ausschnitte zeigen: "Achtung Kamera" und "Pass auf" von Kari Korhonen und "Die Monsterschule" von Janet Gilbert.


Stand März 2005 Top

 

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