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Gail Renard wurde in Amerika geboren, wuchs aber in Montreal,
Kanada auf. Als Kind liebte sie vor allem Comedy-Serien im
Fernsehen, besonders die britischen, wie etwa Monty Python.
Und schon mit 11 Jahren war ihr klar, dass sie später
Comedies für das Fernsehen schreiben wollte. Mit 16 Jahren
verkaufte sie ihre ersten Sketche an eine kanadische Fernsehproduktion
(CBC). Sie blieb beim Schreiben und verdiente sich ihr Universitäts-Studium
mit dem Schreiben von Comedy-Sketchen und Auftritten in den
verschiedensten Seifenopern.
Als sie noch sehr jung war, traf Gail Renard auf einige weltbekannte
Künstler, die großen Einfluss auf ihre Karriere
nehmen sollten. Einer von ihnen war John Lennon. Er war in
einem Hotel in Montreal, das von einer Heerschar von Bodyguards
bewacht wurde. Das schützte ihn aber nicht vor Gail.
Es gelang ihr, sie alle zu überlisten und sich zu John
Lennon durchzumogeln um ihn um ein Interview zu bitten.
Er akzeptierte. Am Anfang des Interviews erklärte Gail
ihm, dass sie Autorin werden wollte und er fragte sie daraufhin:
"Und wie wollen Sie das anstellen?" Gail hatte keine
Antwort parat. John griff zum Telefon, rief eine Zeitschrift
an und erklärte der verdutzten Redaktion, dass Gail Renard
etwas über ihn schrieb und sie es kaufen würden!
Dann drehte er sich zu Gail um und sagte: "Jetzt bist
du Autorin, also fang an zu schreiben"!
Später ging Gail Renard nach London, um die Monty Python
Truppe zu interviewen, darunter auch den berühmten Schauspieler
und Autor John Cleese. Sie verkaufte das Interview an eine
kanadische Zeitung und das verschaffte ihr genügend Startkapital
um sich in London niederzulassen. John Cleese nahm die begabte
junge Autorin unter seine Fittiche und unterstützte sie
nach Kräften. In der Anfangszeit lebte Gail Renard sogar
bei ihm und seiner Frau, bis sie in London auf eigenen Füßen
stehen konnte.
Während der folgenden Jahre schrieb Gail Renard eine
Fernsehshow nach der anderen und arbeitete auch als Stand-Up-Comedian,
was sie besonders gerne tut.
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| Bild 1 (Gail Renard
erhält den BAFTA Award überreicht.) |
In den letzten drei Jahren hat Gail Renard an einer 26-teiligen
TV-Serie namens "Custers Last Stand-Up" gearbeitet.
Sie dreht sich um einen jungen Iren, der Stand Up Comedian
werden möchte. Wäre er nicht irisch und kein Junge,
könnte diese Serie fast die Autobiographie von Gail sein.
Diese TV-Serie wurde in die ganze Welt verkauft und im Dezember
2001 brachte sie Gail Renard den BAFTA Award! Die höchste
Auszeichnung, die ein britischer TV-Autor erreichen kann!
Blicken wir zurück auf das Jahr 1979. Der Bedarf an
neuen Disney-Geschichten war gewaltig gewachsen. Die Redakteure
von ECN reisten nach London, um die besten englischsprachigen
Comedyautoren zu suchen. Sie hatten vorher sorgfältig
alle Shows und Serien des Senders BBC gesichtet und die Sendungen,
die Gail Renard geschrieben hatte, stachen ihnen besonders
ins Auge.
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| Bild 2 (Gail (stehend) bei einem ECN-Seminar für Disney-
Autoren) |
Die ECN-Redakteure nahmen über ihren Agenten Verbindung
mit ihr auf und fragten an, ob sie Interesse daran hätte,
Geschichten über Entenhausen und für die Micky Maus-Magazine
zu schreiben. Gail Renard war zum Glück für uns
alle begeistert von der Idee und begann sofort mit dem Schreiben.
Über die Jahre hat Gail schon rund 700 Geschichten über
verschiedene Disney Figuren geschrieben. Donald Duck ist ihr
Lieblings-Charakter, obwohl oder weil er cholerisch
und intolerant ist und nichts auf die Reihe kriegt... gerade
wie der Rest von uns!
Stand Februar 2003

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