| Romano Scarpa, der hochtalentierte Comic-Autor
und -Zeichner lebt wie so viele Comic-Künstler in Spanien.
Seit 1953 schreibt und zeichnet er Disney-Comics für
Verlage in Italien, in Großbritannien, in Amerika, in
Frankreich und in Dänemark. Romano hat sich einen ganz
besonderen Namen gemacht durch die vielen originellen Charaktere,
die er für das Disney-Universum erfunden hat.
Romano Scarpa
wurde am 27. September 1927 in Venedig, Italien, geboren.
Schon früh zeigte er ein großes Interesse an Kunst
und an Comics vor allem an den italienischen Disney-Comics
wie z.B. Topolino. Seine Liebhaberei führte ihn in den
vierziger Jahren zuerst auf eine Kunst-Akademie, danach spezialisierte
er sich auf Karikaturen und das Comic-Zeichnen. Anfangs alleine,
später mit einem Team von Trickzeichnern und seiner Filmkamera
"Baby Pathe" produzierte er eine Reihe von Hobby-Filmen,
aber auch professionelle Zeichentrickfilme.
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| Bild 1 (Illustration
aus I/AO 53050-A) |
Aber die Arbeit, die ihn berühmt machen sollte, entstand
auf Papier. 1953 zeichnete Romano seine ersten beiden Geschichten
für die italienischen Disney-Comics. Die erste, eine
Schneewittchen-Geschichte, die "Biancaneve e Verde Fiamma"
genannt wurde, war eine meisterhafte Fortsetzung des Disney-Zeichentrickfilms.
Mit der zweiten, einer Rahmenhandlung für eine Weihnachtsgeschichte
(siehe oben), begann die lange Beziehung von Romano Scarpa
zu Micky Maus und vielen anderen Disney-Figuren.
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| Bild 2 (Micky Maus,
umgeben von vielen Kreationen Romano Scarpas) |
Zu Beginn seiner Karriere zeichnete Romano Scarpa nur die
Geschichten anderer Autoren, doch es dauerte nicht lange,
bis er selbst welche schrieb. Und von Anfang an erfand er
neue Charaktere für das Disney-Universum oder erweckte
fast vergessene Figuren wieder zum Leben. Atomino Bip-Bip
alias Atömchen war einer der ersten, der nächste
war dann Onkel Dagoberts Konkurrent Kuno Knäul. Eine
ganze Reihe seiner "Erfindungen" können Sie
auf der obigen Illustration sehen.
Mit der Zeit wurde Romano Scarpa weithin berühmt für
seine Arbeit. Doch er ruhte sich niemals auf seinen Lorbeeren
aus, sondern suchte immer neue Herausforderungen. Für
einen "Non-Disney"-Zeichentrickfilm kreierte er
die gefiederten Stars "Marco und Gina". Eine Zeitlang
übte er sich in Disney-Comic-Strips für Tageszeitungen.
In den siebziger und in den achtziger Jahren lieferte Romano
Scarpa Comics auf englisch für das Disney-Studio in Burbank;
in den neunziger Jahren begann seine Zusammenarbeit mit Egmont.
"History Re-Petes Itself" aus dem Jahre 1999 (siehe
Illustration oben) war die erste Geschichte, die er für
Egmont zeichnete.
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| Bild 3 (aus D 99156
"History Re-Petes Itself") |
In Skandinavien erschien im Sommer (ECN DW 35/2002) zum
ersten Mal seine Geschichte "The Dollar Stalactite"
aus dem Jahre 1986. In dieser Geschichte gehen Onkel Dagobert
und das Fähnlein Fieselschweif auf Schatzsuche zu den
"Carlsbark Caverns". Zum Entsetzen von Onkel Dagobert
taucht Romano Scarpas Lieblingsfigur auf: Gitta Gans, die
clevere Geschäftsfrau, die sich als Dagoberts Seelenverwandte
fühlt und nichts mehr will, als seine Ehefrau zu werden.
Romano Scarpa ist heute schon ein Klassiker und das
wird er noch lange bleiben.
Seine schönsten Werke können Sie nachlesen in dem
ihm gewidmeten Band der Buch-Serie "Hall of Fame"
aus der Ehapa
Comic Collection.
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| Bild 4 (Aus S 86139
"The Dollar Stalactite") |
Stand Mai 2005
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