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Vicar



Vicar leistet seit 30 Jahren einen unverzichtbaren Beitrag zum Entstehen des wöchentlichen Micky Maus Magazins. Seit zwei Generationen lachen die Menschen über die Geschichten, die er durch sein wunderbares Talent entstehen läßt.

Vicar wurde am 16. April 1934 in Santiago de Chile geboren, zwei Monate vor der Ente, die er später meisterhaft porträtieren sollte.

Porträit
Bild 1
Bild 1: Aus der Geschichte "Donald Quixote"
von Janett Gilbert/Vicar (D 2001-139)

Er begann bereits in sehr jungen Jahren zu malen und mit acht war er bereits ein Meister im Karikieren seiner Mitmenschen. Außerdem liebte er es, alle Disney-Geschichten zu lesen, die er ergattern konnte, wobei Carl Barks – wen wundert es - sein absoluter Favorit war.
Wie auch immer, zunächst hatte Vicar keinerlei Pläne, seine Kunst zum Broterwerb zu machen. Er begann ein Studium zum Elektronik-Ingenieur, während er in seiner Freizeit Mauerbilder (Murales) malte. Kurz vor seinem Studienabschluss 1956 machte er beim jährlichen Zeichenwettbewerb der Journalistischen Vereinigung mit und gewann den Ersten Preis. Er bekam ein Jobangebot bei der Zeitung Mercurio als politischer Karikaturist. Viele Jahre lang zeichnete er auch eine selbsterfundene Figur, Ramón, einen örtlichen Anti-Helden, der seine eigene Seite in Mercurios Sonntagsbeilage hatte.

1960 zog Vicar nach Barcelona, weil er gehört hatte, dass es dort viele Arbeitsmöglichkeiten für gute Zeichner geben würde. Während er weiterhin Ramón für die Chilenischen Zeitungen zeichnete, begann er für Bardon Art zu arbeiten und zeichnete Rasmus Klump (Petzi) Cartoons für die Veröffentlichung in zahlreichen Zeitungen. In den nächsten Jahren zeichnete er Comics für Semic, Animationen und Illustrationen für Selecciones und sogar für den Playboy.

Bild 2
Bild 2: Aus der Geschichte "Donald Quixote"
von Janett Gilbert/Vicar (D 2001-139)

1971 machte er Bekanntschaft mit Egmont, woraufhin seine Karriere bei den Disney Comics begann! 1975 kehrte Vicar mit seiner Familie nach Chile zurück, und obwohl seine Figur Ramón Anfang der 80er Jahre ein Revival erlebte, konzentriert er sich seither auf das Zeichnen von Disney Comics für Egmont.

Die erste Geschichte, die Vicar für Egmont zeichnete, bestand aus 4 Seiten, von denen er sich wünscht, sie mögen für immer in den Archiven von Egmont verschwunden sein und niemals wieder gedruckt werden! Das wird auch nicht nötig sein, denn wir haben inzwischen weitere 9.648 Seiten von ihm, aus denen wir wählen können! Er ist der produktivste Künstler, den Egmont zu bieten hat, trotzdem ist jede einzelne seiner Geschichten sorgfältig mit liebevollen Details ausgestattet.

Bild 3
Bild 3: Aus der Geschichte "Weltraummotten greifen an",
von Janett Gilbert/Vicar, nachzulesen in Micky Maus Nr. 18/1998. (D 97054)

Vicar hat ein Studio im Zentrum von Santiago, mit zwei langjährigen Mitarbeitern. Er beginnt seinen Tag um 09.00 Uhr, stellt den Wecker auf 4 Stunden und fängt an zu arbeiten! Um 13.00 Uhr macht er eine kurze Kaffeepause, dann stellt er das Chronometer wieder auf 4 Stunden. Zuerst zeichnet er die Geschichte mit Bleistift in kleinem Format, in exakt der Größe des wöchentlichen Magazins, danach werden die Bleistiftzeichnungen vergrößert und mit Tusche ausgemalt. Er findet, dass es durch die Bleistiftzeichnungen in der Größe der Veröffentlichung einfacher ist, das Layout und die tatsächliche Anzahl der Details zu bestimmen, die auf die Seite passen. Er meint, dass das Zeichnen in größerem Format dazu verführt, zu viele Details in die Zeichnung zu packen, die die Seiten dann überladen wenn sie gedruckt werden. Während des Zeichnens denkt er stets an den Leser — er glaubt, dass die Versuchung für den Künstler oft groß ist, "die Kamera" zu sehr zu benutzen, indem die Geschichte zwar wunderschön aussieht, aber für Kinder unleserlich wird.

Bild 4
Bild 4: Aus der Geschichte" Ein Herz für Stühle"
von Janett Gilbert/Vicar, nachzulesen in Micky Maus Nr. 26/1999 (D 97438)

Vicars größte Inspiration war immer schon Carl Barks, und der alte Meister selbst hielt Vicar für denjenigen Künstler, der seinem Stil am nächsten kam. Vicar lässt sich auch vom täglichen Leben inspirieren und von den kleinen Dingen, die uns umgeben. Er hat ein besonderes Auge für kleine Blumen, die Berge (als er jünger war, liebte er das Trekking), einen Hund, der die Straße entlang streunt — kurz und gut, das Leben im Allgemeinen.

Vicars Lieblingsfigur war immer schon Donald Duck. Er hat so viele Facetten in seiner Persönlichkeit und ähnelt in vielerlei Hinsicht dem Durchschnittsmenschen — dem kindischen Erwachsenen oder dem erwachsenen Kind…

Seine Lieblingsgeschichten sind die Alltagsgeschichten aus Entenhausen. Abenteuer mögen ja toll sein, aber die Herausforderung, eine lustige Alltagsgeschichte zu kreieren, ist ungleich größer. Er liebt die Wahrzeichen von Entenhausen so sehr, dass er gerne einige von Carl Barks bekanntesten „Ecken" wiederverwendet!

Bild 5
Bild 5: Aus der Geschichte "Master of Mice"
von Gorm Transgaard/Vicar (D 2002-053)

Obwohl es viele Autoren gibt, deren Geschichten Vicar gerne zeichnet, nehmen zwei einen besonderen Platz in seinem Herzen ein — Janett Gilbert und Gorm Transgaard.

Schließlich sollte noch erwähnt werden, dass Vicar eine Besonderheit in seinem Studio hat (abgesehen von dem Wecker!). Es hängt ein Foto von Carl Barks an der Wand, direkt gegenüber von seinem Zeichentisch, und kein Tag vergeht, an dem er dem Groß-Meister nicht salutiert!

Stand Juni 2003 Top

 

Flemming Andersen
Angel
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Esteban
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Floyd Gottfredson
Fernando Güell
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Núñez
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Marco Rota
Miguel
Romano Scarpa
Tello
Terry LaBan
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