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Bild 1: Aus der
Geschichte "Donald Quixote"
von Janett Gilbert/Vicar (D 2001-139) |
Er begann bereits in sehr jungen Jahren zu malen und mit
acht war er bereits ein Meister im Karikieren seiner Mitmenschen.
Außerdem liebte er es, alle Disney-Geschichten zu lesen,
die er ergattern konnte, wobei Carl Barks – wen wundert
es - sein absoluter Favorit war.
Wie auch immer, zunächst hatte Vicar keinerlei Pläne,
seine Kunst zum Broterwerb zu machen. Er begann ein Studium
zum Elektronik-Ingenieur, während er in seiner Freizeit
Mauerbilder (Murales) malte. Kurz vor seinem Studienabschluss
1956 machte er beim jährlichen Zeichenwettbewerb der
Journalistischen Vereinigung mit und gewann den Ersten Preis.
Er bekam ein Jobangebot bei der Zeitung Mercurio als politischer
Karikaturist. Viele Jahre lang zeichnete er auch eine selbsterfundene
Figur, Ramón, einen örtlichen Anti-Helden, der
seine eigene Seite in Mercurios Sonntagsbeilage hatte.
1960 zog Vicar nach Barcelona, weil er gehört hatte,
dass es dort viele Arbeitsmöglichkeiten für gute
Zeichner geben würde. Während er weiterhin Ramón
für die Chilenischen Zeitungen zeichnete, begann er für
Bardon Art zu arbeiten und zeichnete Rasmus Klump (Petzi)
Cartoons für die Veröffentlichung in zahlreichen
Zeitungen. In den nächsten Jahren zeichnete er Comics
für Semic, Animationen und Illustrationen für Selecciones
und sogar für den Playboy.
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Bild 2: Aus der
Geschichte "Donald Quixote"
von Janett Gilbert/Vicar (D 2001-139) |
1971 machte er Bekanntschaft mit Egmont, woraufhin seine
Karriere bei den Disney Comics begann! 1975 kehrte Vicar mit
seiner Familie nach Chile zurück, und obwohl seine Figur
Ramón Anfang der 80er Jahre ein Revival erlebte, konzentriert
er sich seither auf das Zeichnen von Disney Comics für
Egmont.
Die erste Geschichte, die Vicar für Egmont zeichnete,
bestand aus 4 Seiten, von denen er sich wünscht, sie
mögen für immer in den Archiven von Egmont verschwunden
sein und niemals wieder gedruckt werden! Das wird auch nicht
nötig sein, denn wir haben inzwischen weitere 9.648 Seiten
von ihm, aus denen wir wählen können! Er ist der
produktivste Künstler, den Egmont zu bieten hat, trotzdem
ist jede einzelne seiner Geschichten sorgfältig mit liebevollen
Details ausgestattet.
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Bild 3: Aus der
Geschichte "Weltraummotten greifen an",
von Janett Gilbert/Vicar, nachzulesen in Micky Maus Nr.
18/1998. (D 97054) |
Vicar hat ein Studio im Zentrum von Santiago, mit zwei langjährigen
Mitarbeitern. Er beginnt seinen Tag um 09.00 Uhr, stellt den
Wecker auf 4 Stunden und fängt an zu arbeiten! Um 13.00
Uhr macht er eine kurze Kaffeepause, dann stellt er das Chronometer
wieder auf 4 Stunden. Zuerst zeichnet er die Geschichte mit
Bleistift in kleinem Format, in exakt der Größe
des wöchentlichen Magazins, danach werden die Bleistiftzeichnungen
vergrößert und mit Tusche ausgemalt. Er findet,
dass es durch die Bleistiftzeichnungen in der Größe
der Veröffentlichung einfacher ist, das Layout und die
tatsächliche Anzahl der Details zu bestimmen, die auf
die Seite passen. Er meint, dass das Zeichnen in größerem
Format dazu verführt, zu viele Details in die Zeichnung
zu packen, die die Seiten dann überladen wenn sie gedruckt
werden. Während des Zeichnens denkt er stets an den Leser
— er glaubt, dass die Versuchung für den Künstler
oft groß ist, "die Kamera" zu sehr zu benutzen,
indem die Geschichte zwar wunderschön aussieht, aber
für Kinder unleserlich wird.
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Bild 4: Aus der
Geschichte" Ein Herz für Stühle"
von Janett Gilbert/Vicar, nachzulesen in Micky Maus Nr.
26/1999 (D 97438) |
Vicars größte Inspiration war immer schon Carl
Barks, und der alte Meister selbst hielt Vicar für denjenigen
Künstler, der seinem Stil am nächsten kam. Vicar
lässt sich auch vom täglichen Leben inspirieren
und von den kleinen Dingen, die uns umgeben. Er hat ein besonderes
Auge für kleine Blumen, die Berge (als er jünger
war, liebte er das Trekking), einen Hund, der die Straße
entlang streunt — kurz und gut, das Leben im Allgemeinen.
Vicars Lieblingsfigur war immer schon Donald Duck. Er hat
so viele Facetten in seiner Persönlichkeit und ähnelt
in vielerlei Hinsicht dem Durchschnittsmenschen — dem
kindischen Erwachsenen oder dem erwachsenen Kind…
Seine Lieblingsgeschichten sind die Alltagsgeschichten aus
Entenhausen. Abenteuer mögen ja toll sein, aber die Herausforderung,
eine lustige Alltagsgeschichte zu kreieren, ist ungleich größer.
Er liebt die Wahrzeichen von Entenhausen so sehr, dass er
gerne einige von Carl Barks bekanntesten „Ecken"
wiederverwendet!
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Bild 5: Aus der
Geschichte "Master of Mice"
von Gorm Transgaard/Vicar (D 2002-053) |
Obwohl es viele Autoren gibt, deren Geschichten Vicar gerne
zeichnet, nehmen zwei einen besonderen Platz in seinem Herzen
ein — Janett Gilbert und Gorm
Transgaard.
Schließlich sollte noch erwähnt werden, dass Vicar
eine Besonderheit in seinem Studio hat (abgesehen von dem
Wecker!). Es hängt ein Foto von Carl Barks an der Wand,
direkt gegenüber von seinem Zeichentisch, und kein Tag
vergeht, an dem er dem Groß-Meister nicht salutiert!
Stand Juni 2003 
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