| 525 verrückte Hundejahre: Goofy feiert seinen 75. Geburtstag am 25. Mai | ||||||||||||||||||||||||
| 14.05.2007 | ||||||||||||||||||||||||
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In der Rangliste der beliebtesten Disney-Figuren steht er ganz weit oben, der verrückte Hund Dippy Dawg, besser bekannt unter dem Namen Goofy.
Goofy wird zwar ein schlichtes Gemüt bescheinigt, doch sein Wesen ist weitaus komplexer, als es dem oberflächlichen Beobachter scheinen mag. Er ist ein ewiger Optimist, ein leichtgläubiger guter Samariter, wenn auch ein wenig trottelig und unbeholfen. Egal was geschieht, er versucht das Beste daraus zu machen und sich wenigstens dabei zu amüsieren. Er bietet jedem seine Hilfe an, egal, ob sie gebraucht wird oder nicht und verursacht gerade damit das schönste Durcheinander. Goofy hat Groove man scheint ihn beim Arbeiten oder Denken regelrecht vor sich hin summen zu hören. Er neigt dazu, mit sich selbst zu reden, denn es ist einfacher für ihn, zu wissen, was er denkt, wenn er es zuerst hört.
Goofy findet jedermann einfach sympathisch, er ist leutselig und kann über sich selbst lachen. In allem sucht er etwas Gutes und was immer ihm wegen seiner Tollpatschigkeit widerfährt, am Ende lacht er und ist bereit, es voller Selbstvertrauen aufs Neue zu versuchen.
Hat er Erfolg, ist niemand überraschter als er. Stellt sich der erhoffte Erfolg nicht ein, lacht er den Frust mit einem Achselzucken weg. Wegen dieser Charaktereigenschaften wird Goofy von jung und alt geliebt. Seine Reaktion auf das Ausbleiben von Glück ist die simple Freude darüber, dass er es überhaupt versucht hat. Goofy hat diese leichte, kindliche Unschuld und Verwunderung über die Welt um ihn herum. Das macht einen großen Teil seines Charmes aus, er ist unverdorben und erinnert uns an glückliche Zeiten in unserer eigenen Kindheit.
Der Augenblick scheint noch gar nicht so lange her, als Goofy 1932 zum ersten Mal auf die Bildfläche tritt. Vielmehr sitzt er damals in "Mickey´s Revue" als Zuschauer im Publikum. Als Pluto während der Vorstellung die Bühne stürmt und für einen riesigen Trubel sorgt, kann Goofy sich kaum noch halten vor Lachen. Dieses Lachen ist derart einprägsam, dass sich der Micky Maus-Zeichner Floyd Gottfredson Goofy annimmt und ihn in der Sonntagsgeschichte "Die Viehdiebe" erneut auftreten lässt. Zuvor feilt er jedoch leicht an Goofys Aussehen: Er nimmt ihm den Schnauzer ab, verpasst ihm dafür ein Stummelschwänzchen, was ihn als jungen Hund kennzeichnen soll und verleiht ihm den passenden Namen "Dippy Dawg" (verrückter Hund).
Er bleibt zwar weiterhin eher schlichten Gemüts, zeichnet sich aber fortan durch sein verträumtes, gutmütiges und ungeschicktes Wesen aus.
Der erste große Erfolg
Der wirkliche Durchbruch gelingt Goofy schließlich mit den "How To" Episoden. In jeder der 24 Sportparodien versucht sich Goofy, meist erfolglos, in den verschiedensten Sportartarten wie z.B. Schwimmen, Reiten oder Baseball. Typischer Weise bleibt Goofy bei jedem noch so großen Fehlschlag gelassen, gleichmütig und verliert niemals die Beherrschung. Die Folge "How to play Football" wird der größte Erfolg und führt schließlich sogar zu einer Oskar Nominierung. "Sport Goofy" wird seit dem vielerorts auch als Maskottchen eingesetzt. Sowohl das französische als auch das portugiesische Olympiateam vertrauten schon auf seine Glücksbringerqualitäten.
Bürgerlich in den 50er Jahren
Nur ein Schluck Superöl und ein neuer Held ist geboren. Goofy verwandelt sich 1965 während der Jagd nach dem schwarzen Phantom zum ersten Mal in Supergoofy. Er stürzt sich in ein aufregendes Abenteuer und verfolgt gewappnet mit Kartoffelsackcape und roter Unterwäsche den maskierten Dieb. Die Fans sind begeistert und freuen sich als Supergoofy erneut auftaucht. Diesmal verleihen ihm wundersame Zaubererdnüsse, die plötzlich in seinem Garten wachsen, übermenschliche Superkräfte. Diese Grundidee liefert soviel Abenteuerstoff, dass schließlich eine eigene 74-ausgabige Heftserie entsteht.
Goofys Erfolg als Serienstar ist nicht zu bremsen. In "Goofy und Max" meistert er als allein stehender Vater die Probleme der Kindererziehung. Sein Freund Kater Karlo, auch Vater eines Sohnes, steht ihm dabei mit Rat und Tat zur Seite. Es erscheinen 78 Folgen im Fernsehen und schließlich auch der Kinofilm "A Goofy Movie". Goofy bekommt sogar eine feste Synchronstimme. Nachdem das amerikanische Original von sieben verschiedenen Sprechern synchronisiert wurde, macht man 1986 Bill Farmer zu seiner Feststimme. In Deutschland wird diese ehrenvolle Aufgabe von Walter Alich übernommen. Der Name Goofy ist bis jetzt in 33 verschiedene Sprachen übersetzt worden, was definitiv dazu beiträgt, dass Goofy über alle Grenzen hinaus bekannt ist. Zu mindest genauso bekannt wie James Bond, dessen Rolle Goofy sogar ein paar mal selbst übernimmt, um in Entenhausen auf Verbrecherjagd zu gehen. Sein Debüt in dieser Rolle hat er 1987 in Frankreich in der Geschichte "James Goof gegen Kater Karlo", die 1988 auch im deutschen Micky Maus-Magazin veröffentlicht wird.
Goofy bereichert bis heute nicht nur Mickys Familie als treuer Freund und Begleiter sondern auch seine Fangemeinde, die im Laufe der Zeit immer wieder neue Familienmitglieder von Goofy kennen lernen darf. Da wären erst einmal Großonkel Knallgoof, der Goofy Schießpulver vererbt (was dieser für Schnupftabak hält) und Oma Goofine, Goofys liebevolle Großmutter. Goofys eigene Mutter taucht in dem Comic "Wie man cool, groovy und hip wird" auf und sein Onkel Gürgel und die Vettern Giggy und Grooby werden den Fans in Goofys Familienfotoalbum präsentiert. Ein weiteres Familienmitglied ist Goofys dritter Vetter, Indiana Goof, der sich in Anlehnung an Indiana Jones in wilde Abenteuer stürzt und ein weltberühmter Archäologe ist.
Und in Zukunft...
Goofy aktuell
Das LTB widmet Goofy ein knallrotes Glückwunsch-Cover und die ungewöhnliche Goofy-Geschichte "Der Krafttrunk", eine deutsche Erstveröffentlichung von Michele Gazzari und Romano Scarpa aus dem Jahre 1974. Goofys Beitrag zum Thema Doping wider Willen. www.lustiges-taschenbuch.de Micky Maus Magazin Nr. 22/07 Goofy wünscht sich nichts mehr als knatschgrünes Eis und ein Trampolin. Doch seine Freundin Klarabella hat eine bessere Idee: Neue Klamotten, etwas für die Bildung und ein Hausputz samt neuen Möbeln. Ist gut gemeint, aber ist dadurch Goofys schönster Tag nicht ruiniert? César Ferioli hat die Geschichte auf 10 Seiten ganz zauberhaft illustriert. Mehr zu Goofy findet sich auf www.micky-maus.de
Ehapa Comic Collection
Goofy Eine komische Historie
Erleben Sie Goofy im ersten Band als:
Erleben Sie Goofy im zweiten Band als:
Band 1 Disney Hardcover, 240 Seiten 22,- [D] ISBN 978-3-7704-3059-8
Band 2 Disney Hardcover, 240 Seiten 22,- [D] ISBN 978-3-7704-3140-3 Erscheint: Juni 2007
Cover und Illustrationen zu Goofy können Sie sich in unserem Download-Bereich herunterladen.
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