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| Aller guten Dinge sind drei: Tick, Trick und Track, seit 70 Jahren immer auf Zack! |
| 16.10.2007 |
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"Lieber Donald, ich schicke Dir Deine Neffen Tick, Trick und Track, drei kleine Engel. Ihr Vater liegt zurzeit im Krankenhaus, da ein Knallfrosch unter seinem Stuhl explodiert ist. Die Kleinen sind ja so verspielt. Du wirst Deine Freude an ihnen haben."
Mit diesen Zeilen seiner Kusine Della wurde Donald Duck - und mit ihm Millionen von amerikanischen Zeitungslesern - am 17. Oktober 1937 auf die bevorstehende Begegnung mit Tick, Trick und Track neugierig gemacht. Doch der Brief lässt bereits ahnen: Bei diesem denkwürdigen Auftritt erschien keineswegs eine Schar süßer Engelchen. Die Neffen erwiesen sich schnell als angriffslustige kleine Teufel, die ihren jähzornigen Onkel mit gemeinen Streichen an den Rand des Wahnsinns trieben. Was zunächst nur als kurzzeitiger Besuch angekündigt war, wurde bald zum turbulenten Dauerclinch: Tick, Trick und Track blieben bis zum heutigen Tag in Entenhausen und griffen damit nachhaltig in das Leben ihres unfreiwillig in die Vaterrolle gedrängten Onkels ein.
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Junggeselle Donald schlug sich in bis dahin meist mit namenlosen Gegenspielern herum. Manchmal ärgerte er auch Nachbarn wie Goofy oder den Hund Pluto - Figuren also, die heute fast ausschließlich dem Freundeskreis von Micky Maus angehören. Texter Ted Osborne und Zeichner Al Taliaferro schufen mit ihrer Idee der drei Neffen ein völlig neues Umfeld. Der Clan der Ducks erhielt wertvollen Zuwachs, von nun an diente der Generationskonflikt als Nährboden für alltägliche Kleinkatastrophen hinter Entenhausens gutbürgerlichen Fassaden.
Doch die geistige Entwicklung der drei Knirpse schritt im Eiltempo voran: Bald schon verwandelten sie sich in ebenso liebenswerte wie auch clevere Kerlchen. „Was die Kinder heutzutage in der Schule lernen müssen! Die armen kleinen Gehirne! Mir wird ganz anders“, lautet die verzweifelte Reaktion von Donald, dessen Neffen ihm allmählich über den Kopf wachsen. Immer öfter ziehen Tick, Trick und Track ihren Onkel aus dem Schlamassel, an dessen Entstehung sie allerdings meistens nicht ganz unbeteiligt sind. Hin und wieder muss der arme Onkel handfeste Belehrungen über sich ergehen lassen, doch niemals nützen die drei Ihre Überlegenheit im schlechten Sinne aus. Gerade die Tatsache, dass diese Kinder ihrem „Erziehungsberechtigten“ zeigen, wo es lang geht, macht Tick, Trick und Track bei jungen Lesern zu absoluten Sympathieträgern.
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Die Popularität von Tick, Trick und Track nahm mit der Zeit immer stärker zu, nicht zuletzt wegen der immer wichtiger werdenden Rolle, die sie in ihren spannenden Abenteuern zusammen mit Onkel Donald und später auch mit Onkel Dagobert spielen. Ganz egal, wo sie auf ihren Expeditionen rund um die Welt in schier ausweglose Situationen geraten, immer zeigen die drei pfiffigen Neffen ein sicheres Händchen für spektakuläre Rettungsaktionen!
Eine ganz besondere Rolle spielen die drei Jungs in ihrem Fähnlein Fieselschweif.
Diese von Carl Barks im Februar 1951 geschaffene Parodie auf die Pfadfinder blieb in Deutschland lange namenlos, bis Dr. Erika Fuchs dem Fellmützen tragenden Trio 1963 den Namen Fähnlein Wieseschweif gab und ihn später zu Fähnlein Fieselschweif nachbesserte.
Oft kommt dem Fähnlein das nachgerade legendär gewordene „Schlaue Buch“ zu Hilfe – ein ständiger Begleiter, der ihnen das gesammelte Pfadfinderwissen und mehr in kompakter Form zur Verfügung stellt.
Ein überaus ernstzunehmende Frage muss die Disney-Redaktion bei Egmont Ehapa immer wieder beantworten: Wie schafft man es, die drei Geburtstagskinder voneinander zu unterscheiden? Glaubt man Disney-Zeichner Don Rosa, so scheint Donald allein die passende Antwort darauf zu haben: "Ganz einfach! Tick hat einen kleinen Fleck im Auge, Trick eine zusätzliche Falte auf der Stirn und Track ein Muttermal am linken kleinen Finger!" Aber wie auch immer, für diejenigen Leser, die es noch nicht wissen, hier der alles entscheidende Tipp: Tick trägt eine blaue Kappe, Trick ein rote und Track eine grüne - wenn sich die drei nicht gerade einen Spaß daraus machen, in altbekannter Drillingsmanier die Menschheit durch Kleidertausch zu verwirren!
Allen Unterscheidungsmerkmalen und anderen Äußerlichkeiten zum Trotz - einzigartig bleiben die drei in jedem Fall. Kommt es doch letztendlich nur darauf an, dass uns Tick, Trick und Track auch in Zukunft weiterhin soviel Spaß bereiten wie seit nunmehr 70 Jahren!
Egmont Ehapa Verlag
Oktober 2007
Printfähige Illustrationen finden Sie in unserem Download-Bereich.
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