Expansion


Ein begehrter Arbeitsplatz

Egmont hatte ein gutes Gespür für Mitarbeiter, und die Fähigkeit, die richtigen Leute zur richtigen Zeit an den richtigen Platz zu stellen. Einer davon war der „Hjemmet“-Redakteur Valborg Andersen. 1908 holte Egmont zwei Männer, die noch lange nach seinem Tod eine große Rolle im Unternehmen spielen sollten. „P. Petersen, Druckerei“, wie das Unternehmen wieder genannt wurde („Kunst“ war nicht mehr Bestandteil des Firmennamens, obwohl weiter Kunstdrucke gemacht wurden), war eine gute Adresse, und auf eine Stellenausschreibung für einen Druckerei-Leiter kamen 70 Bewerbungen. Um den Richtigen auszuwählen, beriet er sich mit seinem Geschäftspartner I. C. Petersen, gemeinsam einigten sie sich auf Hans Emborg. Egmont wollte zwar nicht mehr als 200 Kronen im Monat bezahlen, 25 Kronen weniger als Emborg bis dahin verdiente, aber dieser akzeptierte schließlich in der Hoffnung auf spätere Gehaltserhöhungen. Schon im darauf folgenden Jahr lieferte Emborg ein hochwertiges Geschäftspapier für einen Silberwaren-Produzenten ab, und Egmont war davon so beeindruckt, dass er sein Monatsgehalt spontan um 100 Kronen aufbesserte.

Der Umsatz steigt

Der Norweger Ole Sundø, Herausgeber der Zeitschrift „Land og Folk“ („Land und Leute“) – nicht zu verwechseln mit der späteren kommunistischen Zeitung – hörte von Egmonts Erfolg. Eines schönen Tages suchte er die Druckerei auf, um mit Egmont zu sprechen, der gerade eine Woche Urlaub auf der Insel Tåsinge machte. Sundø insistierte so lange, bis Emborg ihm seine Ferienanschrift verriet und machte sich dann ohne Umschweife dorthin auf den Weg. Egmont schien ihn offensichtlich zu mögen, denn er kaufte ihm „Land og Folk“ ab. Sundø erhielt im Gegenzug den Job als Geschäftsführer von „Hjemmet“ und wurde im Laufe der Zeit einer der fähigsten Magazin-Macher von Egmont. In seine Zeit fiel die Einführung von„Hjemmet“ in Norwegen und 1912 gründete er das „Skandinavisk Reklamebureau“, das später als „Gutenberghus Reklamebureau“ bekannt wurde. Emborg und Sundø blieben beide bis 1948 beim Unternehmen. Rückblickend war das Jahr 1908 ein Meilenstein in der Unternehmensgeschichte. Nicht zuletzt wegen der positiven Entwicklung von „Hjemmet“ stieg der Umsatz gewaltig – und Egmont war jetzt ein reicher Mann.

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